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MP3-Player und Linux

Bewertung:  / 9
SchwachSuper 

Ohne Probleme ist es mir gelungen in wenigen Minuten einen nagelneu gekauften MP3-Player mit meinem Linux-System zu koppeln.

Nachdem ich ja schon zwei mal über meine positiven Erfahrungen mit dem Betrieb von USB-Sticks unter Linux berichtet habe, wurden auch dieses Mal meine Erwartungen nicht enttäuscht.

5 Minuten nachdem ich den G-Flash Deluxe MP3 Player von maxfield ausgepackt hatte, waren schon zig Megabytes an MP3-Dateien übertragen.

Es war nicht nötig spezielle Treiber oder andere Software zu installieren.

Auf meinem VIA Epia Board läuft Debian Linux Version 2.4.31-ct1-1.
Wichtig ist, dass vorher mit modprobe usb-uhci usbcore usb-storage die USB-Treiber installiert wurden. Ein Aufruf von lsmod schafft Übersicht über die geladenen Module.

Nach dem Verbinden des MP3-Players mit dem Rechner zeigt das Kommado dmesg, dass ein neues Device entdeckt wurde:

hub.c: new USB device 00:10.0-1, assigned address 2
scsi0 : SCSI emulation for USB Mass Storage devices
Vendor: SigmaTel Model: MSCN Rev: 0100
Type: Direct-Access ANSI SCSI revision: 02
WARNING: USB Mass Storage data integrity not assured
USB Mass Storage device found at 2
Attached scsi removable disk sda at scsi0, channel 0, id 0, lun 0
SCSI device sda: 2035968 512-byte hdwr sectors (1042 MB)
sda: Write Protect is off
/dev/scsi/host0/bus0/target0/lun0: p1
kjournald starting. Commit interval 5 seconds
EXT3 FS 2.4-0.9.19, 19 August 2002 on ide0(3,3), internal journal
EXT3-fs: mounted filesystem with ordered data mode.

Nach dem Verbinden leuchtet das Display in einem kühlen Blauton.
Wenn über USB 2.0 Daten übertragen werden ändert sich die Farbe in rot, d.h. man darf die Verbindung jetzt nicht trennen.

Da ich keinen automount installiert habe, musste ich noch
mount /dev/sda1 /mnt/cf
eingeben.
Nach dem Starten des Midnight Commanders (mc) oder über den Konqueror können jetzt Dateien kopiert werden.
Beim Unmounten mit umount /mnt/cf schaltet das Display noch einmal auf rot, d.h. die restlichen Daten werden noch synchronisiert. Wenn das Display wieder blau leuchtet, kann der MP3-Player wieder vom PC getrennt werden.

Fertig !

Inzwischen müssen bei den aktuellen Linux-Distributionen keine Kommandos mehr eigegeben werden, da meistens Automount eingestellt ist. D.h. nach dem Einstecken des USB-Geräts wird dieses automatisch eingebunden und erscheint als Symbol auf dem Desktop.
Nur vor dem physikalischen Trennen empfiehlt es sich mit der rechten Maustaste das Symbol anzuklicken und "Datenträger aushängen" o.ä. auszuwählen.

Ich kann den G-Flash Deluxe MP3 Player nur empfehlen. Er hat 1 GByte Speicher, viel Zubehör und ein eingebautes Radio.
Die Bedienung ist unproblematisch und obwohl "Plays Windows Media" darauf steht, und kein Hinweis auf Linux zu finden ist, gelingt die Kopplung mit einem Linux-System - wie oben beschrieben - problemlos.

Update

Ebenfalls völlig problemlos lässt sich der Creative ZEN Stone unter Linux (Ubuntu 8.04 mit Kernel 2.6.24) - ebenfalls ohne zusätzliche Software (!) - mit Daten laden.

Weitere MP3-Player finden Sie hier:

Kommentare   

 
0 # Anonymous 2006-05-01 02:54
Viele denken, nur weil "Designed for Microsoft Windows" drauf steht, dass es nur unter dem Microsoft System funktioniert aber fehlgeschlagen. Bisher hatte ich keine Probleme mit USB-Massenspeic hergeräten, außer Trekstore ... sei es eine USB-Festplatte oder eben ein MP3-/USB-Stick. Trekstor wollte einfach nicht bei meinem Linux-System (Kernel 2.6.15) ... Naja, Technik die begeistert. Greetz MicroOne (http://microone-online.w3z.de)
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0 # Larsson 2006-07-08 15:23
Will man einen dieser Hochglanzplayer a la Philips oder Sony verwenden, hat man zwar Zugriff auf die Festplatte, kann aber keine Musik synchronisieren . Dh. man hat nur ne teure USB Festplatte. Sony hat ne eigene Software zum Musik aufspielen und Philips benutzt den Media Player 10. Was ich persönlich für eine Frechheit halte. Will jetzt losziehen und mir nen Player kaufen.Sony und Philips sind schon mal raus. Schade. Auge n auf beim Playerkauf!
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