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Nachfolgend möchte ich kurz beschreiben wie es mir mit dem Umstieg von ISDN auf Arcor-DSL erging.

Nach einigen Jahren, in denen ich eine Internetverbindung über ISDN benutzte, war die Zeit gekommen auf das modernere DSL umzusteigen.
Da seit Herbst diesen Jahres besonders aggressiv für den DSL-Umstieg geworben wurde und es deshalb viele günstige Angebote gab, habe ich mich auch entschlossen umzusteigen. Ich habe Arcor gewählt, weil ich dort schon Kunde bin und das Angebot sehr günstig erschien ("Operation Preis ...").

Ein paar Tage vor dem Umschalttermin wurde der Karton mit der StarterBox (ist eine Kombination aus NTBA, Splitter und Mini-Telefonanlage) und dem (kostenlosen) DSL-Modem geliefert.

Ich habe meinen alten NTBA und meinen A/B-Adapter abgebaut und gleich die Starterbox und das DSL-Modem angeschlossen. Das Telefon und mein ISDN-Zugang funktionierten wie gewohnt, nur die WAN-Lampe am DSL-Modem blinkte, weil noch keine DSL-Verbindung bestand.


Der Tag der Umstellung

Kurz darauf kam das Anschreiben wo mir der Tag der Umstellung mitgeteilt wurde. Spätestens einen Tag vorher sollte man die Starterbox anschliessen. Schon in aller Früh am Umstellungstag hörte die WAN-Lampe auf zu blinken und die DSL-Verbindung stand.

Leider waren in der beigelegten Installationsanleitung von Arcor nur einige veraltete Links zur Installation von DSL unter Linux zu finden, aber nach einer kurzen Google-Suche bin ich auf einige gute Links gestossen.

DSL-Konfiguration unter Debian

Es empfiehlt sich die DSL-Konfiguration vorzubereiten, wenn man noch problemlos seine ISDN-Flatrate nützen kann :-)

Diese Site hat mir sehr geholfen, Details kann man dort nachlesen.

  • Voraussetzung für die Installation ist eine freie Ethernetkarte, die Treiber sollten geladen und sie sollte noch nicht konfiguriert sein. Meistens brauch man eine 2. Karte (eth1) dafür, da die erste schon für den normalen LAN-Anschluss verwendet wird. Wenn man einen Router verwendet (falls mehrere Benutzer gleichzeitig ins Internet wollen), reicht ein LAN-Anschluss.
  • Da ich keinen Router verwende, musste ich pppoe (point to point protocol over ethernet) installieren: apt-get install pppoeconf ppp pppoe.
  • Danach sollte man den Test durchführen, ob sich der Splitter meldet: pppoe -I eth1 -A.
  • Falls ja, muss man seinen Internet-Benutzernamen (z.B: "ar012345678") und sein Kennwort (z.B: "0123456789") in diese Datei eintragen: /etc/ppp/pap-secrets. Das sieht dann ungefähr so aus:
    # Secrets for authentication using PAP
    # client server secret IP adresses

    "ar012345678" * "0123456789"
  • Anschliessend habe ich mir die Datei /etc/ppp/peers/dsl-provider von der vorher erwähnten Website heruntergeladen und den Benutzernamen dort ebenfalls eingetragen.
  • Wenn man jetzt pppd call dsl-provider aufruft (als root), wird die Verbindung hergestellt.
  • Falls die DSL-Verbindung beim Systemstart immer automatisch aufgebaut werden soll, muss das ppp-Kommando in /etc/rc5.d eingetragen werden (z.B. als S20ppp), von /etc/ppp/ppp_on_boot.dsl ein Link auf das Shellscript /etc/ppp/ppp_on_boot gesetzt werden (ln -s /etc/ppp/ppp_on_boot /etc/ppp/ppp_on_boot.dsl) und kontrolliert werden, ob das Shellscript ausführbar ist.

Das war's, nach einer relativ kurzen Installationsphase kann ich jetzt - auch ohne grafischen Software-Installationsassistent - mit DSL-Geschwindigkeit surfen.

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